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Verkehrsunfallsachen / Verkehrsunfallrecht

Das statistische Bundesamt hat für das Jahr 2005 auf Deutschlands Straße allein 417.923 Unfälle mit Personenschäden festgestellt, insgesamt im Jahr 2005 2.261.823 Straßenverkehrsunfälle. Die Wahrscheinlichkeit ist daher sehr hoch, dass jeder von uns irgendwann an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. Wichtig ist, dass Ihnen dann keine Fehler unterlaufen.

Auffahrunfall

In unserer Beratungspraxis stellt der Auffahrunfall das häufigste Unfallgeschehen dar. Grundsätzlich gilt „Wenn’s hinten kracht gibt’s vorne Geld“. Denn in der Rechtsprechung spricht der „Beweis des ersten Anscheins“ gegen den Auffahrenden, sei es weil die erforderliche Aufmerksamkeit (§ 1 Abs. 2 StVO) fehlte oder es wurde der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten (§ 4 Abs. 1 StVO) oder die Geschwindigkeit war der Verkehrssituation nicht angepasst (§ 3 Abs. 1 StVO).  

Diese Grundregel der vollen Haftung des Auffahrenden wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, wenn der Vorausfahrende plötzlich stark abbremst. Ein plötzliches, auch scharfes, Abbremsen muss der nachfolgende Fahrer grundsätzlich erwarten und einkalkulieren, so BGH NJW-RR 2007,680.

Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen, wenn dem Vorausfahrenden ein Verkehrsverstoß nachgewiesen werden kann, z. B.

  • wenn er 5 Sekunden vorher die Fahrspur wechselte und dann scharf abbremste, so KG, Beschluss vom 6.5.2010 - 12 U 144/09,
  • wenn er wegen einer auf die Fahrbahn laufenden Katze, eines Igels oder Hasen stark abbremste
  • oder zu spät eine Parkmöglichkeit erkannte und deshalb stark abbremste, so BayObLG, DAR 1984, 234.

Nur bei diesen besonderen Fallkonstellationen haftet der Auffahrende nicht voll, sondern die Rechtsprechung nimmt dann ein Mitverschulden des Vorausfahrenden von 1/4 bis 1/ 3 an, denn auch bei einem Abbremsen des Vordermanns ohne zwingenden Grund geht die Rechtsprechung davon aus, dass das Verschulden des Auffahrenden wegen eines zu geringen Sicherheitsabstands überwiegt.

Wir beraten Sie und setzen Ihre Ansprüche durch, nicht nur beim Auffahrunfall.

Wesentliche Verhaltensregeln beim Vehrkehrsunfall sind:

Halten Sie unverzüglich an und sichern Sie den Verkehr. Dokumentieren Sie alle Unfallfolgen ggf. fotografisch oder durch eine Unfallskizze. Ermitteln Sie alle an dem Unfall Beteiligten, insbesondere Zeugen. Lassen Sie Namen und Anschriften von Haltern und Fahrern geben, aber vergessen Sie nicht, auch Ihren Namen und Ihre Anschrift dem Unfallgegner zu überlassen. Notieren Sie Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge, Haftpflichtversicherungen und Versicherungsnummer. Geben Sie keine Schuldanerkenntnisse ab. Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie verletzt sein sollten.

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Wenden Sie sich rechtzeitig an einen Rechtsanwalt, der Sie in den wichtigsten Fragen rund um den Unfall beraten kann:

  • Welche Ansprüche habe ich?
  • Kann mich eine Strafe oder Bußgeld erwarten?
  • Wann habe ich Anspruch auf Nutzungsausfall?
  • Wann kann ich einen Mietwagen nehmen?
  • Wann habe ich Schmerzensgeldansprüche?
  • Was bedeutet ein wirtschaftlicher Totalschaden?
  • Welche Kosten werden von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen?
  • Kann ich eine Fachwerkstatt beauftragt, eine freie Werkstatt oder die Reparatur auch selber durchführen?

Kontakt:

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